Unsere Kirche

Pfarrkirche St. Matthias Langen

Der Bau der neuen Kirche in Langen.

Im Winter 1908/09 stellten auf allgemeinen Wunsch die drei Hofbesitzer Eilermann, Fryjan und Kölker an den Herrn Pastor Robben in Lengerich die Bitte, für Langen an den Sonntagen in der Kapelle zu Grumsmühlen eine zweite Messe zu genehmigen, damit die Langener den weiten Weg nach Lengerich nicht mehr zu machen brauchen. Bis dahin war in genannter Kapelle immer nur eine Messe und Nachmittagsandacht an den Sonntagen.Die oben gestellte Bitte wurde von Herrn Pastor Robben abgelehnt. Darauf entstand in Langen der Plan, eine eigene Kirche zu bauen. Es wurde ein Ausschuß gewählt ans folgenden Herren: Schulte, Manning, Kölker, Rickermann gen. Schermann, Schwarte, Wellen, Tieke.

Der Haupteingang in die Pfarrkirche

Im Winter 1909/10 wurde zuerst eine Abordnung in Osnabrück vorstellig, wo der selige Generalvikar Harling ihnen gute Hoffnung gab. Zuerst mußte nun ein Baukapital gesammelt werden. Dazu wurden Summen gezeichnet, d. h. die Familien verpflichteten sich, eine bestimmte Summe zu zahlen. Die Vollerben zeichneten durchweg 1000 – 1200 RM. Als aber die Platzfrage angeschnitten wurde, entstand großer Streit. Nordholte wollte die Kirche oben auf den Ochsenberg haben. Um die Platzfrage zu regeln, kam Herr Generalvikar Harling von Osnabrück nach hier. In der Versammlung im Beisein des Herrn Generalvikars in der alten Schule war Nordholte und Soopenhok schwach vertreten. Es stimmten nur neun Herren gegen den jetzigen Kirchenplatz. Damit war die Platzfrage erledigt, aber Nordholte, Soopenhok und ein Teil von Ruten beteiligte sich von nun an nicht mehr an dem Kirchenbau. Das übrige Langen war aber umso eifriger.
Da Langen sich aber wegen des Platzes uneinig gewesen war, sollte zuerst nur das Querschiff mit einem 4 m langen Aufsatz des Längsschiffes ausgebaut werden.

In den Jahren 1911/13 wurden gewaltige Mengen Steine (Feldsteine, Findlinge und Backsteine) angefahren zum Kirchenplatz, der geschenkt war von Manning und Surmann Nachfolger (Brümmner, Dalum). Ein Bauplan war entworfen von dem Architekten Feldwisch, Drentrup in Osnabrück und von der kirchlichen und weltlichen Behörde genehmigt.

Im Jahre 1909 ging man rund zu Geldzeichnungen für den Kirchenbau. Im Frühjahr 1910 wurden Schulte und Kölker wegen der Bauangelegenheit zum Generalvikariate in Osnabrück geschickt, wo man williges Gehör fand.

Im Frühjahr 1913 begann man mit dem Bau, der von dem Architekten Feldwisch-Dentrup angenommen und örtlich vom Bauführer Josef Bartelt aus Osnabrück beaufsichtigt wurde.
Am 21. August 1913 wurden die Maurerarbeiten vergeben an den Bauunternehmer Gerh. Manemann in Langen und Maurermeister B. Schlee aus Freren. Die Zimmerarbeiten bekamen Carl Determann (Architekt) und Zimmermeister Krieger, Hollenstätte bei Fürstenau.
Am 16. Oktober 1913 war die Grundsteinlegung. Diese wurde feierlich begangen. Etwa 2000 Menschen waren anwesend.Ende August 1913 wurde mit dem Bau begonnen. Die feierliche Grundsteinlegung wurde im 16. Oktober 1913 durch Pfarrer Robben aus Lengerich im Beisein des Landrats von Lingen vorgenommen. Das war ein sehr großes Freudenfest!!

Sämtliche Hand- und Spanndienste wurden umsonst geleistet. Auch den Sand und den größten Teil des Bauholzes lieferte die Gemeinde unentgeltlich. Die Kirche wurde im romanischen Stil gebaut. Das Mauerwerk wurde nach außen mit gespaltenen Findlingen verblendet, die in der Gemeinde gesammelt waren. Die Pfeiler im Innern, Vorlagen, Bögen, Fenster und Türumrahmungen bestehen aus rotem Sollinger Sandstein. Am 18. März 1914 wurde gleichzeitig mit dem Bau des Pastorats begonnen. Durch den Ausbruch des Weltkrieges wurden die Bauarbeiten sehr aufgehalten. Nachdem dann der Bau notdürftig fertig war, wurde zunächst der Gottesdienst an Sonntagen von einem Pater aus Meppen abgehalten.
1915 bekam Langen den ersten Pastor, Kaplan Finder von Lengerich (gebürtig v. Hümmling) und nach dessen Tode Pastor Otten, gebürtig aus Ahlde Kr. Lingen.
Der Bau ging dann schnell voran, bis am 2. August 1914 der Weltkrieg ausbrach. Da stockte es. Sämtliche Maurer, die den Bau angenommen hatten, wurden gleich in der ersten Woche der Mobilmachung zum Heeresdienste eingezogen. Auch der Rechnungsführer Hofbesitzer Manning wurde gleich eingezogen.
Am 24. Juni 1915 wurde die Kirche vom Herrn Dechant Dingmann in Schapen benediziert, und Pfarrer Robben aus Lengerich hielt darauf das erste Hochamt. Die Kirche war nur halb fertig, aber vorläufig wurde mit dem Bau abgeschlossen, und die Kirche für den Gebrauch hergerichtet.
Am 1. April 1916 wurde die Gemeinde Langen mit Einwilligung des Pastors Robben von der Kirchengemeinde Lengerich abgetrennt und durch die Bischöfliche Behörde zu einem selbständigen Seelsorgebezirk erhoben. Die staatliche Abpfarrung Langens von Lengerich erfolgte noch nicht.
Im Frühjahr 1919 wurde unsere Kirche von dem Kirchenmaler Beermann in Osnabrück ausgemalt und dekoriert. Die Kosten von 2.500 Mark wurden durch freiwillige Gaben aufgebracht.

Am 1. Oktober 1923 ist Langen von der Pfarre Lengerich abgepfarrt und zu einer selbständigen Kuratiegemeinde erhoben. Die Grenzen der Kuratiegemeinde Langen deckten sich mit denen der politischen Gemeinde Langen. Eine beglaubigte Abschrift der Abpfarrungsurkunde wird im Pfarrarchiv aufbewahrt.
Im Herbste 1924 wurden das Fundament und die Grundmauern für den Erweiterungsbau der Kirche und für den Turm gelegt und zwar von dem Maurermeister Gerhard Manemann in Gersten.
Am 1. Januar 1925 beschloss der Kirchenvorstand einstimmig, im Jahre 1925 den Kirchenbau zur Vollendung zu bringen. Diesem Beschlusse des Kirchenvorstandes gab die kirchliche Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 4. Januar 1925 einstimmig ihre Zustimmung. In den Wintermonaten Januar, Februar und März wurden Steine zum Weiterbau angefahren. Die Maurerarbeiten wurden an Maurermeister Gerhard Manemann, die Zimmerarbeiten an Zimmermeister Greving in Lingen und Heinrich Manemann Langen vergeben. Die Dachdeckerarbeiten leistete Dachdecker Rumpf in Lingen und die Klempnerarbeiten Klempnermeister Essmann in Lengerich. Am 12. November 1925 wurde das Richtfest gehalten, d. h. es wurde das Kreuz mit Hahn und Kugel auf den Turm gebracht.
Im Frühjahr 1926 ist der Bau vollendet worden. Der Erweiterungsbau ist auf circa 85.000 Mark gekommen.
Im Jahre 1927 wurde eine Mauer um den Kirchplatz gezogen.

Die fast fertige Kirche

Am 13. Juni 1928 hatte unsere Kirchengemeinde einen großen Tag. An diesem Tage wurde unsere Kirche von dem Hochwürdigsten Bischof von Osnabrück Dr. Wilhelm Berning konsekriert. Unter großer Anteilnahme der ganzen Gemeinde wurde der Bischof am 12. Juni mit Reitern, Radfahrern und Wagen von Gersten abgeholt und in der Nähe der Kirche vom jetzigen Pastor begrüßt. Am 13. Juni 1928 morgens 7,00 Uhr wurde mit der Konsekration der Kirche begonnen.
Es war dieses ein großes Freudenfest für die ganze Gemeinde, die 1922 von Lengerich abgepfarrt und seitdem eine kirchlich selbständige Kuratiegemeinde ist.
Im November 1929 wurde eine neue Turmuhr angeschafft von der Turmuhrenfabrik Korfhage und Söhne in Buer by Osnabrück. Die Turmuhr kostete 2900 Mark in Worten Zweitausendneunhundert Mark.
Der Turmbau war bis zum 02. Mai 1933 noch nicht ganz vollendet. Der Hahn war nur mit Brettern und Dachpappe bedeckt. Da letztere schadhaft wurde und zum Teil vom Turm bereits abgerissen war, trat an den Kirchenvorstand die Aufgabe heran, für Abhilfe zu sorgen. Um sofort ganze Arbeit zu leisten und nicht doppelte Kosten zu verursachen, beschloss der Kirchenvorstand, den Turm mit Schiefer decken zu lassen. Die Arbeit wurde von dem Dachdeckermeister Heinrich Vieth in Thuine ausgeführt.
Am 01.04.1964 ist die Kuratiegemeinde Langen vom Bischof Dr. Helmut Hermann Wittler zur Pfarre erhoben worden.

Das Matthiasfest und der Hundekröpel

Ein wesentlicher Tag in unserer Gemeinde ist der 24.02. jeden Jahres, dem Fest des “hl. Matthias” dem Schutzpatron unserer Pfarrkirche und somit auch der Gemeinde.

Ein Türgriff zum Eingang zu unserer Pfarrkirche stellt den hl. Matthias dar, mit einem Beil in der Hand, weil er damals mit dem Beil enthauptet wurde.
Gleichzeitig erinnert dieser Griff an den “Hundekröpel – Bittag” in der Gemeinde Langen, der auf ein altes Gelübde zurückgeht, welches in der Folge einer Plage durch die Maulwurfsgrille vor etwa 500 Jahren gegeben wurde. Am 24. Februar ist Feiertag in Langen. Dieser Tag wurde im Jahre 1836 vom Pastor Wieffermann (Lengerich) und den Langener Eingesessenen festgelegt, also weit vor der Zeit, in der man in Langen von einem Kirchenbau sprach. 

Davor wurde der “Langener Heilige Tag” am 19. März, dem Josephsfest, gefeiert. Weil dieser Tag in der Diözese Osnabrück auf einen anderen Termin gelegt war, war das der Grund für die Änderung auf den 24.02, dem Matthiasfest.

Am 24. Februar ist Langener Hundekröpel. Hundekröpel, ist der plattdeutsche Name für einen Wiesenwurm, die Maulwurfsgrille oder auch Erdkrebs genannt. In den 60er Jahren, der großen Zeit der Flurbereinigung in Langen hat man im Gebiet des „Faller Moores“ noch einige Exemplare dieser unter der Erdoberfläche lebenden Schädlinge gefunden, die dann einige Zeit in der Gaststätte Tegeder zu besichtigen waren. Sie werden so beschrieben; Es sind gräßliche Tiere, die einem Maulwurf und einem Wurm ähnlich sehen. Die Ähnlichkeit mit dem Maulwurf ist mit den Vorderbeinen begründet, die, wie beim Maulwurf als Grabwerkzeug ausgebildet sind und auch dazu benutzt werden. Die Maulwurfsgrille ist mit feinem seidigem Haar bedeckt. Die stark verkürzten Flügeldecken bilden eine panzerähnliche Abdeckung des Rückens. Die Tiere haben etwa die Größe eines Daumens und werden bis zu sieben Zentimeter lang.

Solche Tiere haben nach mündlicher Überlieferung vor mehreren hundert Jahren (500 Jahre) eine Plage in Langen hervorgerufen. Sie sind in einem Jahr, das Jahr wird nicht überliefert, in Massen aufgetreten und haben dabei Wiesen und Felder kahl gefressen, so dass das Vieh auf den Weiden kein Futter hatte und hungern musste. Auch konnte kein Heu für die Winterfütterung beschafft werden, da die Maulwurfsgrillen das Wurzelwerk der Gräser vernichtet hatten, und somit das Wachstum der Pflanzen zerstört war.

In ihrer Not und Verzweiflung haben die Langener Bürger das getan, was man oft macht, wenn man in Not gerät, sie haben gebetet und ein Gelöbnis abgelegt, jährlich einen Tag als Gebets- und Bittag in Langen abzuhalten, wenn sie von weiterer Plage verschont bleiben.
Damals gehörte die Gemeinde Langen noch zur Pfarrei Lengerich. Als nun im Jahre 1927 eine neue, eigene Kirche in Langen gebaut war, weihte man diese dem Heiligen Matthias, dessen Patronatsfest am 24. Februar begangen wird.
Gleichzeitig wurde der Gebets- und Bittag mit diesem Feiertag vereint. Somit zeigen die Langener Bürger heute noch, dass sie die Not und das Gelöbnis ihrer Vorfahren nicht vergessen haben, obwohl man die Maulwurfsgrille heute nicht mehr antrifft.

Der 24. Februar wird nach wie vor als Patronatsfest und zum Gedenken an die Plage gebührend feierlich begangen. Der Kirchgang gehört zur Selbstverständlichkeit dieses Tages. Schule, Kindergarten und Geschäfte bleiben geschlossen. Es ist halt immer noch ein besonderer Tag für die Langener, die diesen Tag aber immer noch „Hundekröpel“ nennen.

Übrigens, wenn Sie unsere Kirche durch das Hauptportal betreten, finden Sie im Türgriff eine Figur, die den hl. Matthias darstellt und als Hintergrundmotiv sind Erdfurchen eingekerbt, in denen dieser Wiesenwurm abgebildet ist.

Maulwurfsgrille, Erdkrebs, Werre

Gryllotalpa, gryllotalpa, die mitteleuropäische Art der Geradflüglerfamilie. Cryllotalpidae, die etwa 50 in Aussehen und Lebensweise sehr ähnliche Arten umfaßt. Es sind große, walzenförmige, samtartig behaarte Insekten mit zu Grabschaufeln umgebildeten Vorderbeinen und verkürzten Vorderflügeln, die Hinterflügel ragen über die Hinterleibspitze hinaus, Sprungvermögen fehlt. Die M. legen unterirdische Gangsysteme an und bewachen in einer Nestkammer die sehr behenden, ameisenähnlichen Jungtiere. M. sind Gemischtkostfresser mit Vorliebe für tierische Nahrung (Regenwürmer, Insektenlarven), durch die Wühltätigkeit und Fraß an Knollen, Wurzeln und Keimlingen im Gartenbau schädlich; Bekämpfung durch Bodenbehandlung mit Insektiziden und Ausbringen von Giftködern (abends breitwürfig ausstreuen).

Die alte Deckenmalerei

Ausmalung der vorderen Gewölbedecke

Mit dem Jahre 1933 ist für Deutschland eine neue Zeit heraufgestiegen. Auch die kath. Kirche in Deutschland und jede Kirchengemeinde erfährt diese neue Zeit an sich selber. Es steht mir nicht zu, über die Geschehnisse in diesen Jahren ein Urteil zu fällen. Doch eines ist sicher: Eine große Veränderung in der Welt ist im Werke und die Hand Gottes ist ausgestreckt über den Menschen. Noch ist der Höhepunkt nicht erreicht und alle sind in Erwartung der Dinge, die kommen werden.
Sie greifen zu alten Bücher, lesen in Weissagungen der Vergangenheit und fragen: Wie wird es kommen?
Die Apokalypse des hl. Johannes wird wieder zeitgemäß.
Aus diesen Gedanken heraus und als Antwort auf die bangen Fragen ist am Gewölbe unseres Gotteshauses durch die Hand des Kirchenmalers Theo M. Landmann, Osnabrück, ein Deckengemälde entstanden, das jetzt näher beschrieben und erklärt werden möge:

Den Ausgangspunkt bildet die Gestalt des hl. Apostels und Evangelisten Johannes, der auf der Insel Patmos die Geschichte der Apokalypse erfährt und in ein Buch beschreibt. Er sieht zunächst den Ewigen auf dem Thron, umgeben von den 24 Ältesten, die auf 24 Thronen sitzen. Er ist der “Alte der Tage” der die sieben ….. in der Hand trägt. Sieben brennende Leuchter stehen neben ihm; vor ihm die vier lebenden …. Er …. das Lamm, wird geschlachtet. Er kann allein das Buch mit den sieben Siegeln öffnen und die Zukunft enthüllen: d. h. die ganze Weltgeschichte und das Weltgericht vollziehen sich unter der Führung und im Zeichen des Lammes. Alles ist hingeordnet auf Jesus Christus. Das Weltgericht (d. h. das Gericht Gottes in der Welt) nimmt seinen Anfang. In den vier Ecken sehen wir die vier Zornesengel mit ihren Schalen. Sie kündigen große Strafgerichte Gottes an und helfen bei ihrem Vollzug. Die Kräfte des Himmels und der Erde werden erschüttert. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme und Unwetter sind die Folge. Heuschreckenschwärme und gepanzerte Reiter erfüllen die Luft.
Es erscheinen die vier apokalyptischen Reiter: die Gerechtigkeit (Christus), der Krieg, der Hunger und der Tod. Die Zahl der Menschen wird durch sie stark vermindert. Der Tod trägt die Uhr in seiner Hand. Sie zeigt 5 Minuten vor 12 Uhr an. Der Maler hatte sicher das Gefühl, dass die Zeit “da dieses geschehen soll”, noch bevorsteht, die folgenden Ereignisse haben ihm Recht gegeben. Das Gemälde wird abgeschlossenen durch 3 Menschengruppen. Die beiden anderen Gruppen stellen die Weltkinder dar; die mittlere Gruppe Menschen bildet das Volk Gottes. Alle haben unter dem Strafgerichte zu leiden, jeder in seiner Art; die Guten, damit sie in der …. ihre Seelen ….; die Bösen, damit sie für ihre … gestraft werden und Gottes Gerechtigkeit und Herrlichkeit in der Welt offenbar werde. Das Gottesvolk ist dargestellt durch bekannte Heilige, z. B. Agnes, Cäcilia, Katharina, Augustinus, Theodor. Die Bösen tragen die Zeichen ihrer Laster an sich: Prunk und Eitelkeit, die Fesseln der Sinnlichkeit, die Gewissenlosigkeit der Eltern in der Erziehung ihrer Kinder. Habsucht und Geiz; Machtsucht, die sich auch in die geistlichen Dinge mischt und endlich die falsche Wissenschaft, die in den Strafgerichten Gottes nichts aushält, sondern wie lose Blätter zu Boden flattern.
Im Mai 1938 weilte der Hochwürdige Herr Bischof Dr. Wilhelm Berning in der Gemeinde. Das Gemälde war mittlerweile ganz fertig geworden. Es fand seinen Beifall wie auch die Ausmalung und Ausstattung des Chorraumes.

Bei der Renovierung im Jahre 1983 wurde diese Malerei übertüncht und könnte somit zu jeder Zeit wieder freigelegt werden.
Später soll ein zweites Gemälde, in der anderen Kuppel, den Sieg Gottes über die gottlosen Mächte in der Welt darstellen.

Türgriffe

Betritt man die St. Matthiaskirche durch das Hauptportal fällt der Blick zunächst auf die in Bronze gestalteten Türbeschläge im Windfang. Zwölf Bögen, die die Tore des „Himmlischen Jerusalem“ – die Vollendung des Reiches Gottes – symbolisieren.

Der Altarraum

An den vier stärksten Pfeilern der Kirche sind Leuchter mit insgesamt zwölf Kerzen angebracht. Sie sind Hinweis auf die zwölf Apostel als tragende Pfeiler der Kirche.

Im September 1919 wurde der neue Hochaltar aus der Werkstätte des Kunsttischlers Franz Thiesing in Osnabrück aufgestellt. Die Zeichnung war von dem Bischöflichen Generalvikariate *genehmigt worden. Es ist ein Flügelaltar, die Apostel darstellend, und ist stilgerecht dem Bau unserer Kirche angegliedert. Die Kosten in Höhe von 9000 Mark sind ebenfalls durch freiwillige Gaben zusammengekommen.
Im oberen Teil des Altares sind die Bildnisse der zwölf Apostel zu sehen.

Die rechte Bildtafel neben dem Tabernakel zeigt die Anbetung der Waisen aus dem *Morgenland. Gott ist da, verborgen in dem Kind von Bethlehem, um sein Volk zu retten. Die Völker der Erde staunen und sind gekommen um mit ihren Gaben dem Gott Israels zu huldigen.

Auf der linken Darstellung tritt Christus mit der Siegesfahne aus dem Grab hervor und zeigt sich als der Auferstandene, der das Erlösungswerk vollendet hat.

Als oberer Abschluß des Altares ist die Kreuzigungsszene dargestellt. Hier kristallisiert sich der gesamte christliche Glaube. Das Kreuz selbst ist seit der Auferstehung Jesu das Zeichen des Sieges über Sünde, Leid und Tod und damit sichtbares Zeichen der Erlösung. Es verweist letztlich auf Christus selbst, der wie die Balken des Kreuzes alles miteinander verbinden kann. Gott und Menschen, die Menschen untereinander, den Menschen mit sich selbst.
Im Fenster oberhalb des Kreuzes ist das österliche Alleluja zu sehen.Rechts und links zu Füßen des Gekreuzigten stehen seine Mutter Maria und Johannes der Lieblingsjünger.

„Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! (Joh 19, 26-27)

Auf der Bekrönung des Altares sind außerdem zwei Frauengestalten zu sehen. Synagoga mit einer Binde über den Augen symbolisiert das Alte Testament und Ecclesia mit dem Kelch in der Hand als Symbol für das Neue Testament.

m Oktober 1920 wurde die neue Kanzel in unserer Kirche aufgebaut. Dieselbe ist geliefert von dem Bildhauer Holtmann in Osnabrück und kostete 15.500,00 Mark. Die Zeichnung war der Bischöflichen Behörde vorgelegt und ist von derselben genehmigt worden.

Mit der großen Renovierung wurde die Kanzel im Jahre 1983 entfernt.

Das vordere Bildnis vom guten Hirten befindet sich heute im linken Ausgangsbereich, in Nähe der Pieta.

Im Altarraum brennt eine rote Öllampe. Sie ist Zeichen für die Gegenwart Gottes in der Brotgestalt im Tabernakel. Wenn alle Lichter in der Kirche gelöscht werden, bleibt dieses Licht brennen. Daher nennt man es das „Ewige Licht“. Ein schönes Zeichen. Gott ist da, zu jeder Zeit, in unserem Ort, mitten unter uns.

Während der Hochaltar als Sakramentsaltar zur Aufbewahrung und Verehrung des Allerheiligsten im Tabernakel verwendet wird, steht in der Mitte des Chorraumes der Altar für die Eucharistiefeier.
Blickpunkt auf der Vorderseite ist das Gotteslamm. Ein wellenförmiges Element umfließt den Sockel des Altartisches: Das Lamm vergießt aus seiner Herzwunde „Blutströme der Erlösung“, die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Altartisches mit den „Paradiesströmen“ am Fuß des Lebensbaumes vereinigen.

Die Schmalseiten des Altartisches tragen die Symbole von Brot und Wein; Trauben und Ähren, zugleich Hinweis auf die Stunde der Ernte und auf die Verbindung zwischen Christus und der Gemeinde in der Eucharistie.

 

In der Nähe des Altares, dem Tisch des Sakramentes steht der Ambo, der Tisch des Gotteswortes. So ist veranschaulicht, dass der Tisch des Wortes und der Tisch des Sakramentes eine innerliche Einheit bilden, weil sich Jesus uns sowohl im eucharistischen Mahl aus auch in der Verkündigung des Wortes schenkt.

Auf einem kleinen Tisch zwischen Ambo und Taufbrunnen liegt die aufgeschlagene Heilige Schrift.

Jeder Kirchenbesucher kann darin lesen. So ist Christus neben der sakramentalen Gegenwart im eucharistischen Brot des Tabernakels auch in seinem Wort dauerhaft mitten unter uns.

Die Attribute der vier Evangelisten, die die „Frohe Botschaft“ aufgeschrieben haben, sind wenige Schritte weiter zu finden. Der Leuchter für die Osterkerze ist damit verziert. Es sind die Symbole der vier Himmelswesen, die den Thron Gottes umstehen:

Die Osterkerze ist ein Zeichen für den auferstandenen Christus. Die Symbole der Evangelisten die den Osterleuchter verzieren deuten an, dass diese die Botschaft vom auferstandenen Christus in ihren Schriften verkünden. Der Gekreuzigte lebt, der Karfreitag ist überwunden für alle, die an ihn glauben. Das Kreuz ist nicht mehr Schandpfahl, sondern wird zum Siegeszeichen. Deshalb ist es ebenso auf der Osterkerze zu finden wie die Nägel, die seine Wunden bezeichnen. Alpha und Omega, der erste und letzte Buchstabe im griechischen Alphabet, sowie die Jahreszahl auf der Osterkerze deuten an: Jesus Christus ohne Anfang und ohne Ende ist Herr der Zeit und der Ewigkeit.

Während der 50.tägigen Osterzeit befindet sich die Osterkerze im Altarraum. Danach steht sie am Taufbecken, denn an ihr werden die Kerzen derer angezündet, die in der Taufe Christ geworden sind und so Anteil am Leben Jesu erhalten haben.

In den alten Sandsteintaufbrunnen von 1928 ist eine neue bronzene Schale für das Taufwasser eingearbeitet worden. Sie ist ringsherum mit Wellen verziert, die das Wasser der Wiedergeburt symbolisieren.

Außerdem nimmt es die Symbolik des Altares wieder auf. Von dem Lamm, das zum Heil der Welt geschlachtet wurde und auferstand, gehen vier Ströme lebendigen Wassers – hier als Kreuz dargestellt – aus. Sie lassen das Paradies neu entstehen – dargestellt durch Blüten -; das Paradies ist allen Getauften zugesagt.

Der Taufbrunnen wurde geschaffen von dem Emsländischen Künstler und Bildhauer Bernd Helle, genannt „Hellerbernd“ und im Februar 1928 beschafft.
Der Taufstein kostete 400,00 Mark.

 

 

Auf dem durchsichtigen Deckel des Taufbeckens schwebt eine Taube als Zeichen des Heiligen Geistes. Er ist Wegbegleiter, Schützer und Helfer des Neugetauften auf seinem Weg zum Paradies.

Mariendarstellung

Die Gottesmutter Maria

„Hochpreiset meine Seele den Herrn,

und mein Geist frohlockt in Gott,

meinem Heiland.

Denn er hat nierdergeschaut

auf die Niedrigkeit seiner Magd.

Denn siehe, von nun an werden

mich selig preisen alle Geschlechter.

Denn Großes hat an mir getan

der Mächtige, und heilig ist sein Name.”

Gegenüber der Taufnische auf der anderen Seite der Kirche stehen wir vor Maria. Bereits die Türgriffe am Seiteneingang führen im doppelten Sinn zu ihr hin. Der Apfel mit der Schlange verweist auf Eva und den Sündenfall im Paradies. Sonne, Mond und Sterne auf der anderen Seite verweisen auf Maria, die „neue Eva“ und letztlich auf das apokalyptische Bild von der Kirche.

Hier begegnen wir Maria als Mutter die der Welt ihren Sohn Jesus entgegenhält. Sie sitzt auf der mit den Gesetzestafeln und dem Davidsstern verzierten Bundeslade als Zeichen für den Stammbaum Jesu und ihre Verwurzelung im Judentum. Maria ist als junge Frau dargestellt, selbstbewußt und voller Lebenskraft. Sie hat ihr Ja zur Menschwerdung Gottes gesprochen und sich auf einen Weg mit Gott eingelassen und sie scheint stolz darauf zu sein, dass Gott ihr die Mitwirkung an seinen Heilsplänen zutraut.

Im linken Eingangsbereich finden wir eine weitere Mariendarstellung. Hier wird die Gottesmutter dem Suchenden als Helferin und Fürsprecherin vermittelt.

“Maria, du bist von Gott so hoch erhoben,
wie kein anderer Mensch, außer deinem Sohn Jesus.
In den Himmel aufgenommen, bist du doch Schwester
der Menschen geblieben.
Du weißt was wir brauchen, und bittest Christus um alles,
was uns not tut.
In jeder Not können wir voll Vertrauen zu dir kommen,
unsere Fürsprecherin, Helferin und Mittlerin.
Darum rufen wir zu dir:
Du Auserwählte Gottes, bitte für uns.”

Orgel, Pieta und Gedankentafel

Pieta und Gedenktafel 
Neben dieser Frau voller Stärke und Vertrauen begegnen wir Maria nachdem wir uns durch das Kirchenschiff an den Bildern des Kreuzweges vorbei in Richtung Ausgangstüren begeben haben in der wohl leidvollsten Stunde ihres mütterlichen Lebens, den toten Sohn auf dem Schoß tragend.
Sie hat Jesus, den Sohn Gottes, aus ihrem menschlichen Schoß geboren und sie musste ihn aus ihrem Leben loslassen, um ihn seinen eigenen Weg gehen zu lassen. Nun ist er gleichsam wieder in ihren Schoß zurückgekehrt, zerschunden, gequält, am Kreuz grausam getötet.

Die Orgel
Im Mai 1922 ist eine Orgel für 35000 Mark von dem Orgelbauer Haupt in Osnabrück beschafft worden. Die Kosten sollen teils durch eine vom Kirchenvorstande vorgenommene Hauskollekte teils durch die Kirchenkasse aufgebracht werden.
Ende der 60er Jahre wurde eine neue Orgel, mit 14 Registern beschafft.

„Ihr alle. Die ihr des Weges zieht, schaut doch und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz.“ (Klgl 1,12)
„Womit kann ich dich vergleichen, wie dich trösten, Jungfrau, Tochter Zion? Dein Schmerz ist groß wie das Meer.“ (Klgl 2, 13)

Für alle, die die Erfahrung des Loslassen – müssen gemacht haben kann der Anblick dieser Darstellung ein Trost sein, denn Maria hat ihre Trauer und ihr Leid geteilt. Und so sind die Tafeln mit den Namen der Kriegsopfer, die unsere Gemeinde zu beklagen hat und das Totenbuch der Gemeinde hier in der Nähe der „Schmerzhaften Mutter“ gut aufgehoben.

Den Betrachter soll das Bildnis anregen zum Nachdenken über die Schmerzen und Leiden seiner Mitmenschen. Und er soll als Christ zum Mitleid und zu tätiger Nächstenliebe aufgefordert wird.

Auch die Pieta, die Schmerzhafte Mutter Gottes, wurde von dem emsländischen Künstler und Bildhauer „Hellerbernd“ etwa in der gleichen Zeit mit dem Taufbrunnen geschaffen.

Die Gedenktafeln der Gefallenen und Vermißten

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Statuen, Tafeln und Bilder

Die Matthiasstatue vor der Kirche 
Dieses Werk stammt vom Bildhauer Friedrich Vornholt, Osnabrück. Es ist aus Naturstein gearbeitet.
Das Marienbildes am Ausgang 
Die Fürsprecherin und Helferin Auf der vorderen Gebäudeseite, in der Nische des rechten Ausgangs, finden wir eine weitere Mariendarstellung. Hier soll die Mutter Gottes als Helferin und Fürsprecherin vermittelt werden.
Die Kreuzwegtafel
Der Kreuzweg

Das Chorfenster

Im Herbst 1919 wurden neue bemalte Chorfenster von dem Kunstmaler Matschinski in Münster eingesetzt. Die Zeichnung war vom Hochwürdigsten Bischof am 18. Oktober genehmigt worden. Von demselben Kunstglasmaler wurde im Sommer 1920 ein neues Fenster, Anbetung der hl. Drei Könige und der Hirten darstellend, eingesetzt. Die Zeichnung war vom Bischöflichen Generalvikariate genehmigt. Die Chorfenster kosteten 1250 Mark und das Fenster 6500 Mark. Durch freiwillige Gaben wurden die Kosten gedeckt.

Im Juli 1921 ist das andere Seitenfenster von dem Kunstmaler Matschinski eingesetzt, es stellt die Kreuzigungsgruppe dar. Die Zeichnung ist dem Bischöflichen Generalvikariate vorgelegt und genehmigt worden. Die Kosten betrugen 10000 Mark und sind teils durch freiwillige Gaben, teils durch die Kirchenkasse aufgebracht worden.
In den sechziger Jahren gab es neue Kirchenfenster. Vor den alten Glasgemälden wurde an der Außenseite ein Schutzglas gesetzt.

Der Kirchturm

Vor etwa zwei Jahren wurde vom BGV-Osnabrück, Herrn Duenheuft von der Bauaufsicht, festgestellt, dass unser Kirchturm Risse aufweist. Schon damals wurde darauf hingewiesen, dass eine Sanierung des Kirchturms aussteht. Die Risse sind inzwischen derart massiv, und der Mörtel im Verblendmauerwerk ist so bröselig, dass eine gründliche Sanierung geboten ist.
Die Fachleute vom BGV, der Architekt Többen aus Haselünne und der Denkmalspfleger von der Bezirksregierung haben darauf hingewiesen und zur Sanierung geraten.
Die Ausschreibungen zu den erforderlichen Arbeiten und die Vergabe der Aufträge wurden vorgenommen. Baubeginn soll der 13. Mai 2002 sein. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt etwa 20 Wochen. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 200.000,00 €, wovon das BGV-Osnabrück etwa 50% übernimmt. Den Rest wird die Gemeinde durch Spenden aufbringen müssen. Die Endabnahme der Sanierung erfolgte am Mittwoch, den 02. Oktober 2002 um 14.00 Uhr unter der Teilnahme von Herrn Temmen, Firma Többen aus Haselünne, Herrn Duenheuft vom BGV-Osnabrück, so wie dem Kirchenvorstand von St. Matthias.

Einen großen Tag hatte die Langener Kirchengemeinde am Sonntag, den 15. März 1931, wo die neuen vier Bronzeglocken feierlich geweiht wurden. Die Glocken wurden von der Glockengießerei Otto in Hemelingen geliefert und haben die Tonfolge – Des, – Es, – F, – As.
Die schwerste wiegt 2360 kg, die zweite 1710 kg, die dritte 1151 kg und die vierte 735 kg.
Die große Glocke ist unserem Kirchenpatron St. Matthias geweiht und trägt die Inschrift: “Matthias schütz das Land vor Misswuchs, Frost und Brand.”
Die zweite ist der Gottesmutter geweiht, und hat die Inschrift: “Maria Jungfrau rein, las uns dir allzeit empfohlen sein.”
Die dritte ist dem hl. Bernhard und Franz geweiht und hat die Inschrift: “Bernhard und Franziskus, ihr Gottesstreiter, helft uns ersteigen die Gottesleiter.”
Die vierte, Jugendglocke trägt die Inschrift: “Aloysius, Freund der Jugend, Führ uns auf den Pfad der Tugend.”
Die Glocken sind von begüterten Familien gespendet, nur die größte ist von der ganzen Gemeinde angeschafft. Die zweite von den Familien Scholüke – Ahlers, Röbker, Eilermann und Tieke – Frye. Die dritte von den Familien Arling, Suhse und Schliemer und die kleine von den beiden Familien Kölker und Dehlage – Gerling.
Die Läutemaschinen wurden von den Herforder Elektrizitätswerken Bokelmann und Kühler geliefert und im März 1931 eingebaut.
Besonders hart war für die Kirchengemeinde Langen auch die Abgabe ihrer Glocken. Elf Jahre lang haben sie die Gemeinde in Freude und Trauer begleitet und ihre Stimme zum Lobe Gottes erschallen lassen. Jetzt (1942) fielen sie den Erfordernissen des Krieges zum Opfer. Nur die kleinste ist geblieben.

 

Im Herbst 1951 kam dann langsam wieder der Gedanke und der Wunsch nach neuen Glocken auf. Es wurden Gespräche geführt mit dem „Bochumer Verein“, der die Glocken gießen sollte und parallel mit den Bürgern der Gemeinde, die letztendlich für die Aufbringung der Kosten zuständig waren. So wurden dann am Samstag, den 19. Dezember 1953 die Glocken angeliefert, die dann am 20.12.1953 feierlich geweiht werden konnten. Am Heilig Abend erklang ihr Ruf über das weite Land.
Anfang 1954 hat dann die Firma „Herforder Elektrizitätswerke Böckelmann + Küblo“ eine neue, moderne Läutemaschine installiert. 

Die drei neuen Glocken und die kleine alte Glocke:

1953 Matthias-Glocke (3.150 kg / Ø 1.600 mm)
Inschriften:
Haube vorn: Hl. Matthias + Apostolus et patronum nostra .. +
Haube Rücks. : Ora pro nobis
Schlagring: O heil´ger Matthias + beschütze unser Langen + dass wir nicht von Miss + Brand + Frost und Krieg brauchen bangen.

1953 Maria – Glocke (Ø 1.350 mm)
Inschriften: Sta. Maria + … et mater + ora pro nobis +
Maria + Jungfrau und Mutter rein + las uns dir allzeit befohlen sein +

1953 Josef – Glocke (Ø 1.180 mm)
Inschriften: Hl. Joseph + familiarum …. …. + ora pro nobis +
Laß + Joseph + schuldlos uns durchs Leben gehen + und laß durch Deinen Schutz uns gesichert sterben +

1931 Aloysius – Glocke (735 kg)
Inschrift: Aloysius, Freund der Jugend, Führ uns auf den Pfad der Tugend.

 

Im November 1929 wurde eine neue Turmuhr angeschafft von der Turmuhrenfabrik Korfhage und Söhne in Buer bei Melle. Die Turmuhr kostete 2900 Mark in Worten Zweitausendneunhundert Mark. Die Kosten wurden durch freiwillige Gabenaufgebracht, die Hälfte wurde gleich bezahlt und die andere Hälfte in Monatsraten von 100 Mark.

Die Firma Korfhage aus Melle, hat festgestellt, dass die Zifferblätter und das Getriebe der Turmuhr irreparabel sind und erneuert werden sollten. Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung am 06. August 1996 einstimmig beschlossen, der Firma Korfhage den Auftrag zu erteilen, in dem Kirchturm eine neue Uhr zu installieren, bestehend aus:
4 Zifferblätter aus Kupfer 200 × 200 mit schwarzem Untergrund und römischen, vergoldeten Ziffern.
4 Paar Zeiger aus Kupfer mit vergoldeter Sichtfläche.
4 Motorzeigertriebwerke,
zum Angebotspreis von rund 17.000,00 DM.

Für die Demontage der alten Zifferblätter und die Montage der Neuen und der Bleieinfassung der neuen Blätter durch die Firma Skrzipek mittels eines Fahrkorbes (Turmflieger) kamen noch rund 8.100,00 DM an Kosten hinzu. Inklusive Mehrwertsteuer belief sich die Aufwendung auf 29.878,00 DM.

Friedhof, Begräbnisshalle und Ehrenmal

Der Friedhof

Auch war er bemüht für die Herrichtung eines eigenen Friedhofs in Langen. Dieses stieß aber auf Schwierigkeiten, weil Langen noch keine staatlich errichtete Kirchengemeinde war. Im Winter 1918 wurde erst der Begräbnisplatz hergerichtet und konnte vom 01.04.1918 an, in Benutzung genommen werden.
Nachdem ein Friedhofskreuz für 3000 Mark von dem Bildhauer Aug. Upmann in Freren aufgestellt war, wurde unser Friedhof am 18. April 1920 nach dem Rituale Romanum c. VIII feierlich benediziert.

Im Jahre 1956 wurde der Friedhof auf Kircheneigenem Grund erweitert, das große Friedhofskreuz weiter nach hinten versetzt – (auf den Marmortafeln am Friedhofskreuz stehen die Namen der Gefallenen des Krieges 1914/18), – sämtliche Friedhofswege und rund um die Kirche wurden gepflastert. Das Material lieferte die Kirchengemeinde, und die handwerklichen Arbeiten (Pflasterung) machten dankenswerter Weise unentgeltlich die Lingener Firmen Mainka und Donnerberg, die zur Zeit der Flurbereinigung in Langen gute Aufträge hatten. Dass diese Firmen die Pflasterung machten, hat man wohl dem Langener Vorstand der Flurbereinigung zu verdanken und besonders dem damaligen Bürgermeister Albert Heitker. Den Plan für die Erweiterung des Friedhofs machte Gartenbauarchitekt Hempelmann aus Lohne/Oldb.

Die Begräbnisshalle und das Ehrenmal

Schließlich baute man noch, als noch in keiner Gemeinde des Dekanates Freren eine Leichenhalle gebaut war, zwischen Haupteingang des Friedhofs und der Kirche eine Leichenhalle. Der alte Pferdestall, in dem früher die Kutschwagenpferde während des Gottesdienstes untergestellt wurden, und die Toiletten für die Kirchenbesucher wurden abgerissen und auf dem Platz wurde die Leichenhalle errichtet

Der Kirchenvorstand und auch Leute aus der Gemeinde wählten diesen Platz für die Leichenhalle; man kann wohl sagen, sie passt gut in die Umgebung. Mit Genehmigung des Generalvikariates und einer Anerkennungsgebühr und dem versprechen, die Anlage des Ehrenmals und die Anlagen vor der Kirche in Ordnung zu halten, baute dann auf dem Grundstück der Kirche die politische Gemeinde im Verein mit den beiden Schützenvereinen vor der Kirche ein Ehrenmal für die Gefallenen, Toten und Vermissten beider Weltkriege, für alle Opfer der Kriege und Gewalt.

Pfarrhaus

Das alte Pfarrhaus

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Im Jahre 1915 wurde auch eine neue Pastorat gebaut und im Frühjahr 1916 fertig gestellt.
Es war stabil gebaut mit großen und hohen Räumen, außen verputzt und hell gestrichen. Natürlich, – es waren ja auch Kriegsjahre, – hatte das Pfarrhaus keine Zentralheizung, keine Wasserleitung, kein Badezimmer und keine Kanalisation erhalten. Diese Einrichtungen wurden dann so nach und nach eingebaut oder installiert. Als die Gemeinde Langen elektrische Stromversorgung erhielt, hat die Firma Koopmann aus Lengerich eine Hauswasserversorgungsanlage im Pfarrhaus installiert; später wurde das Pfarrhaus an die Gemeindewasserleitung angeschlossen. In den sechziger Jahren wurde eine Zentralheizung mit Ölfeuerung und ein Badezimmer eingebaut. Als Folgemaßnahme der Verkoppelung und Umlegung der Gemeinde Langen wurde auch das Pfarrhaus an die Kanalisation angeschlossen, und die manchmal verstopften Sickergruben wurden überflüssig.

Das neue Pfarrhaus

Die oben genannten Anlagen und besonders die hohen und großen Zimmer des Pfarrhauses, die undichten Fenster und Türen, das schlecht isolierte Obergeschoss und Dach verbrauchten viel Heizöl und elektrischen Strom. Um diese Mängel zu beseitigen, musste eine Generalreparatur des Pfarrhauses gemacht werden. Die notwendigen Reparaturen wurden festgestellt vom Diözesanbaudirektor Dipl. Ing. Albert Feldwisch – Drentrup und der Kostenanschlag aufgestellt vom Architekten Bernhard Botterschulte aus Lingen. Da die Reparaturkosten des Pfarrhauses sehr hoch waren und es nach der Reparatur noch immer ein altes Haus blieb, entschloss sich der Kirchenvorstand, nach Einholung der Genehmigung der Bischöflichen Behörde, das alte Pfarrhaus abzureißen und ein neues zu bauen.
Diese Verhandlungen waren am Anfang des Jahres 1979.

Diverse Daten zur Pfarrkirche "St.Matthias"

  • 20.06.1983

    Beginn einer umfangreichen Renovierung

  • 1968/1969

    Beschaffung einer neuen Orgel

  • 01.05.1964

    Langen wurde zu Pfarre erhoben

  • 1959, Dez.

    Fertigstellung einer neuen Kirchenheizung

  • 1956

    Erweiterung des Friedhofs auf den dahinter liegenden Gemeinde eigenen Grund und Pflasterung der Wege.
    Bau der Leichenhalle

  • 1953, Dez.

    Neubeschaffung der drei Glocken

  • 1942

    Abgabe der drei größten Glocken (Kanonenbau)

  • 15.03.1931

    Weihe der vier Kirchenglocken (Otto, Hemelingen)

  • Novemb. 1929

    Beschaffung der Turmuhr

  • 13.06.1928

    Konsekrierung durch Bischof Dr. W. Berning

  • Februar 1928

    Beschaffung des Taufsteins

  • Frühjahr 1926

    Vollendung des Anbaus

  • Herbst 1924

    Grundsteinlegung für den zweiten Bauabschnitt

  • 01.10.1923

    Abpfarrung von Lengerich und selbständige Kuratiegemeinde

  • Mai 1922

    Beschaffung der Orgel (Orgelbauer Haupt, Osnabr.)

  • Juli 1921

    Einbau des Seitenfensters an der Nordseite

  • Oktob. 1920

    Aufbau der neuen Kanzel in der Kirche (Bildhauer Holtmann, Osnabrück)

  • 18.04.1920

    Benedizierung des neuen Friedhofs

  • 01.01.1920

    Alle bisherigen Schulden zum Kirchenbau sind getilgt

  • 1920

    Einbau des großen Fensters an der Südseite

  • 1919

    Einbau der Chorfenster (Kunstglasmaler Matschinski, Münster)

  • Septemb. 1919

    Aufstellung des Hochaltars

  • Frühjahr 1919

    Ausmalung durch Kirchenmaler Beermann, Osnabr.

  • 12.09.1918

    Erstmalige Firmung in Langen (Bischof Dr. Berning)

  • 01.04.1916

    Fertigstellung des neuen Friedhofs in Langen

  • 01.04.1916

    Abtrennung von der Kirchengemeinde Lengerich

  • 1915 – Frühjahr 1916

    Erstes Hochamt durch Pfarer Robben, Lengerich
    Bau einer neuen Pastorat
  • 24.06.1915

    Kirche wurde benediziert (Dechant Dingmann aus Schapen)

  • Herbst 1914

    Grundsteinlegung
    Fertigstellung des 1. Bauabschnitts (Notlage, Krieg)

Die Priester unserer Gemeinde

  • 01.08.1996

    Pater Johannes Walhorn

  • - 01.08.1996

    Pater Karl Hogeback

  • 02.1994 – 08.1994

    Pfarrer Schiller

  • - 01.10.1993

    Pfarrer Groteschulte

  • 01.03.1979 –

    Pfarrer Ludwig Lübken

  • 18.04.1955 – 01.03.1979

    Pastor Bernhard Behnen

  • 15.07.1951 – 18.12.1954

    Pastor Kurt Buffo

  • 15.04.1931 – 15.07.1951

    Pastor Heinrich Walke

  • 01.04.1918 – 15.04.1931

    Pastor Heinrich Otten

  • 01.02.1918 – 01.04.1918

    Missionspfarrer Beimel (Vertretung)

  • Ostern 1917

    Wegen Erkrankung des Pastors Vertretung durch Maristen aus Meppen

  • 01.04.1916 – 01.04.1918

    Pastor Finder

  • Januar 1916

    Vikar Finder

  • Juni 1915 – Januar 1916

    Maristenpatres aus Meppen

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